Dieser Leitfaden richtet sich an alle, die ihrem Badezimmer mit einem einzigartigen und nachhaltigen Waschtisch einen besonderen Charakter verleihen möchten. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie du aus einer alten Kommode einen funktionalen und stilvollen Waschtisch bauen kannst, was nicht nur kostengünstig ist, sondern auch deiner Kreativität freien Lauf lässt.
Das sind die Top 10 beliebtesten Waschtische Kommoden Produkte
Das Projekt: Waschtisch aus alter Kommode – Die Kernidee
Die Idee, eine alte Kommode in einen Waschtisch zu verwandeln, basiert auf dem Prinzip des Upcyclings. Anstatt ein altes Möbelstück wegzuwerfen, wird es durch gezielte Umbauten und Anpassungen zu einem neuen, nützlichen Gegenstand. Dies ist eine hervorragende Methode, um individuelle Akzente im Badezimmer zu setzen und gleichzeitig Ressourcen zu schonen. Du kannst dabei auf eine Vielzahl von Kommoden zurückgreifen, von Massivholzmöbeln bis hin zu einfacheren Spanplattenkonstruktionen, wobei die Stabilität und Wasserbeständigkeit im Vordergrund stehen.
Vorbereitung: Material und Werkzeug – Deine Basis für den Erfolg
Bevor du mit dem eigentlichen Umbau beginnst, ist eine sorgfältige Planung und das Sammeln aller notwendigen Materialien und Werkzeuge unerlässlich. Eine gute Vorbereitung erspart dir später Frustration und Zeitverlust.
- Die Kommode: Wähle eine stabile Kommode, idealerweise aus Massivholz oder einer wasserresistenten Beschichtung. Achte auf die Maße, damit sie in dein Badezimmer passt und genügend Platz für das Waschbecken und den Wasseranschluss bietet.
- Waschbecken: Entscheide dich für ein passendes Waschbecken. Unterbau- oder Einbauwaschbecken sind oft am praktischsten. Miss die Aussparung genau aus.
- Armatur: Eine passende Armatur ist entscheidend. Achte auf die Lochbohrung im Waschbecken.
- Wasseranschlüsse und Abfluss: Flexible Anschlussschläuche, ein Siphon und passende Rohre für den Abfluss.
- Holzschutzmittel: Eine wasserfeste Lasur oder ein Lack ist unerlässlich, um das Holz vor Feuchtigkeit zu schützen. Achte auf Produkte, die für Nassbereiche geeignet sind.
- Dichtmittel: Silikon oder Acryl zum Abdichten zwischen Waschbecken und Arbeitsplatte/Kommode.
- Schrauben, Dübel und Holzleim: Für Stabilität und Befestigungen.
- Werkzeug:
- Stichsäge oder Kreissäge für Ausschnitte
- Bohrmaschine mit verschiedenen Bohrern
- Schraubendreher
- Schleifpapier (grob und fein)
- Pinsel oder Farbrolle
- Maßband und Bleistift
- Wasserwaage
- Schutzkleidung (Handschuhe, Schutzbrille)
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Vom Möbelstück zum Waschtisch
Der Umbau einer Kommode zum Waschtisch erfordert Sorgfalt und Präzision. Befolge diese Schritte, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
1. Planung und Vorbereitung der Kommode
Beginne damit, die genauen Positionen für das Waschbecken, die Armatur und die Wasseranschlüsse festzulegen. Miss sorgfältig aus und übertrage die Maße auf die Kommode. Überlege, ob du Schubladen oder Türen entfernen oder umbauen möchtest, um Platz für den Siphon und die Leitungen zu schaffen.
2. Ausschnitte für Waschbecken und Armatur
Übertrage die Konturen des Waschbeckens auf die obere Platte der Kommode. Markiere auch die Bohrlöcher für die Armatur. Schneide die Öffnung für das Waschbecken vorsichtig mit der Stich- oder Kreissäge aus. Achte darauf, sauber und gerade zu schneiden. Bohre die Löcher für die Armatur.
3. Vorbereitung der Oberflächen und Holzschutz
Schleife alle Oberflächen, insbesondere die Schnittkanten, glatt. Entferne Staub gründlich. Trage nun mehrere Schichten Holzschutzmittel auf, besonders auf die Oberseite und die Schnittkanten. Lasse jede Schicht gut trocknen und wiederhole den Vorgang gemäß den Herstellerangaben. Dies ist entscheidend für die Langlebigkeit des Waschtisches.
4. Einbau des Waschbeckens
Setze das Waschbecken in die vorgesehene Öffnung ein. Überprüfe den Sitz und ob es bündig aufliegt. Trage nun umlaufend Dichtmittel (Silikon oder Acryl) zwischen Waschbeckenrand und Holz auf, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Glätte das Dichtmittel mit einem Fugenglätter oder deinem Finger.
5. Montage der Armatur und Wasseranschlüsse
Montiere die Armatur gemäß der Anleitung des Herstellers. Schließe die flexiblen Wasseranschlussschläuche an die Armatur an. Verbinde die Schläuche mit den Eckventilen an der Wand. Achte auf eine dichte Verbindung.
6. Installation des Abflusssystems
Montiere den Siphon und den Ablauf unter dem Waschbecken. Verbinde den Siphon mit dem Abflussrohr an der Wand. Stelle sicher, dass alle Verbindungen fest sitzen und abgedichtet sind, um Leckagen zu vermeiden. Eventuell müssen hierfür Ausschnitte in Schubladen oder Rückwände der Kommode gemacht werden.
7. Überprüfung und letzte Anpassungen
Drehe die Wasserzufuhr vorsichtig auf und prüfe alle Anschlüsse auf Dichtigkeit. Lasse das Wasser laufen und kontrolliere den Abfluss. Wenn alles dicht ist und funktioniert, sind die Hauptarbeiten abgeschlossen. Du kannst nun noch letzte optische Anpassungen vornehmen, wie z.B. das Anbringen von Griffen oder das Streichen der Kommode in einer Wunschfarbe, falls noch nicht geschehen.
Gestaltungsideen und Individualisierung
Die Schönheit des Upcyclings liegt in der individuellen Gestaltung. Deine alte Kommode kann durch verschiedene Maßnahmen zu einem echten Unikat werden.
- Farbe und Lackierung: Wähle eine Farbe, die zum Stil deines Badezimmers passt. Ob Shabby Chic, Vintage oder modern – die Farbpalette ist grenzenlos. Wasserfeste Lacke sind hierfür die beste Wahl.
- Griffe und Beschläge: Austausch alter Griffe durch neue oder antike Modelle kann das Erscheinungsbild stark verändern.
- Oberflächenbehandlung: Neben Lacken und Lasuren kannst du auch mit Wachsen oder Ölen arbeiten, um dem Holz eine besondere Haptik und Optik zu verleihen. Bei stärker beanspruchten Flächen ist jedoch eine robustere Beschichtung ratsam.
- Zusätzliche Ablageflächen: Eventuell kannst du aus alten Schubladen oder Restmaterialien zusätzliche kleine Ablageflächen oder Fächer integrieren.
- Beleuchtung: Integriere dezente LED-Beleuchtung unter dem Waschbeckenrand für eine stimmungsvolle Atmosphäre.
Technische Aspekte und wichtige Überlegungen
Bei der Planung deines Waschtischprojekts aus einer Kommode sind einige technische Details zu beachten, um Funktionalität und Langlebigkeit zu gewährleisten.
Das sind die neuesten Waschtische Kommoden Produkte
- Wasserbeständigkeit: Holz ist anfällig für Feuchtigkeit. Daher sind sorgfältige Holzschutzmaßnahmen, wie mehrfache Lackierungen oder spezielle Versiegelungen, unerlässlich. Achte besonders auf die Schnittkanten und Bereiche, die direkt mit Wasser in Berührung kommen könnten.
- Stabilität: Stelle sicher, dass die Kommode stabil genug ist, um das Gewicht des Waschbeckens, des Wassers und der darauf abgelegten Gegenstände zu tragen. Gegebenenfalls musst du die Konstruktion mit zusätzlichen Winkeln oder Streben verstärken.
- Abstand zur Wand: Berücksichtige den Abstand zur Wand, um genügend Platz für den Anschluss der Wasserleitungen und des Abflusses zu haben. Flexible Schläuche erleichtern hierbei die Montage.
- Siphon und Platz: Der Siphon benötigt Platz. Plane im Voraus, wie und wo dieser untergebracht werden kann, möglicherweise durch Ausschnitte in Schubladen oder Rückwänden.
- Belüftung: Sorge für eine ausreichende Belüftung im Badezimmer, um Feuchtigkeitsansammlungen und Schimmelbildung zu vermeiden.
Überblick: Das Projekt im Detail
| Kategorie | Beschreibung | Wichtigkeit | Aufwand | Kosten |
|---|---|---|---|---|
| Kommode auswählen | Stabile Basis für den Umbau, Materialwahl (Massivholz empfohlen) | Sehr hoch | Gering | Variabel (oft günstig bis kostenlos) |
| Planung und Zuschnitte | Präzise Vermessung, Ausschnitte für Waschbecken und Armatur | Sehr hoch | Mittel | Gering |
| Holzschutz und Oberflächenbearbeitung | Mehrfache Versiegelung gegen Feuchtigkeit, Lackierung/Lasur | Sehr hoch | Mittel bis hoch | Mittel |
| Installation Sanitär | Waschbecken, Armatur, Siphon, Abflussleitungen | Sehr hoch | Hoch | Mittel bis hoch |
| Dichtungs- und Abschlussarbeiten | Abdichtung des Waschbeckens, Feinjustierungen | Hoch | Gering bis mittel | Gering |
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Waschtisch selber bauen aus alter Kommode
Kann ich jede Kommode verwenden?
Grundsätzlich kannst du fast jede Kommode verwenden, solange sie stabil genug ist und du die Möglichkeit hast, die notwendigen Ausschnitte für Waschbecken und Leitungen vorzunehmen. Massivholzmöbel sind oft besser geeignet, da sie robuster und besser gegen Feuchtigkeit zu schützen sind als reine Spanplattenkonstruktionen. Achte darauf, dass die Dicke der Arbeitsplatte das Gewicht des Waschbeckens tragen kann.
Welches Holzschutzmittel ist am besten geeignet?
Für den Einsatz im Badezimmer sind wasserfeste Lacke, Lasuren oder spezielle Bootslacke empfehlenswert. Diese bilden eine robuste Schutzschicht gegen Feuchtigkeit und sind leicht zu reinigen. Achte auf Produkte, die für Nassbereiche ausgewiesen sind. Mehrere dünne Schichten sind besser als eine dicke, und die gründliche Trocknung zwischen den Schichten ist entscheidend.
Wie vermeide ich, dass das Holz fault oder aufquillt?
Die wichtigste Maßnahme ist eine umfassende Versiegelung des Holzes. Trage mindestens zwei, besser noch drei oder mehr Schichten wasserfesten Lack oder Lasur auf alle Oberflächen auf, insbesondere auf die Schnittkanten und die Unterseite der Arbeitsplatte. Regelmäßiges Lüften des Badezimmers hilft ebenfalls, Feuchtigkeitsschäden vorzubeugen.
Was mache ich, wenn die Kommode nicht tief genug für den Siphon ist?
In diesem Fall hast du mehrere Möglichkeiten. Du kannst eine Aussparung in die Rückwand oder die Seitenwand der Kommode schneiden, um Platz für den Siphon zu schaffen. Eine andere Lösung ist die Verwendung eines schmaleren oder speziellen Raumerspar-Siphons. Eventuell kannst du auch die Rückwand der Kommode entfernen und eine neue, dünnere Rückwand mit entsprechenden Aussparungen anbringen.
Wie befestige ich das Waschbecken sicher?
Die meisten Waschtische werden mit Dichtmittel (Silikon oder Acryl) und einem Dichtungsband am Holz befestigt. Bei größeren oder schwereren Waschbecken sind oft zusätzliche Befestigungswinkel notwendig, die du von unten an der Arbeitsplatte und am Waschbeckenrand verschraubst. Achte darauf, die Schrauben nicht zu fest anzuziehen, um das Material nicht zu beschädigen.
Kann ich auch ein Aufsatzwaschbecken verwenden?
Ja, du kannst auch ein Aufsatzwaschbecken verwenden. Bei dieser Variante entfällt der große Ausschnitt in der Kommode, es wird lediglich ein Loch für den Ablauf benötigt. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der stabilen Befestigung des Waschbeckens auf der Kommode und der sorgfältigen Abdichtung des Ablauflochs.
Welche Werkzeuge sind unverzichtbar?
Die wichtigsten Werkzeuge sind eine Bohrmaschine mit verschiedenen Bohrern, eine Stich- oder Kreissäge für präzise Ausschnitte, Schleifpapier in verschiedenen Körnungen, ein Maßband, ein Bleistift und eine Wasserwaage. Eine Schleifmaschine kann die Arbeit erleichtern, ist aber nicht zwingend notwendig. Schutzkleidung wie Handschuhe und eine Schutzbrille sind ebenfalls unerlässlich.